Werbeformate vs. Werbeinhalt

Im Wahlblog 05 wird über Schleichwerbung und neue Werbeformate berichtet. Der Autor verlangt einen neuen Werbekodex zumindest für öffentlich-rechtliche Sender. Die Ursache subtiler Produktanpreisung liegt jedoch woanders:

Der Weg von PR-Planern ist eindeutig: Man versucht auf immer subtilere Weise in den emotionalen Bereich der Konsumenten einzudringen. Mittlerweile gibt es kaum noch Werbung, die auf reines Informieren setzt.
Was jene Planer aber übersehen: Vielleich hat sich der Markt mit dem Übergang in die Informations- und Wissensgesellschaft emanzipiert. Könnte es nicht sein, daß die Verbraucher längst von “coolen Werbeträgern” oder intelektfreiem Gut-Besser-Am Besten-Gerede die Nase voll haben? Sie durchschauen die Werbung!

Andere Formate erzeugen deshalb nur eines: Die Sendungen mit Schleichwerbung werden nicht mehr ernst genommen. Das schadet einerseits den Sendern – die an Glaubwürdigkeit verlieren – und zum anderen den werbenden Unternehmen – die vom emanzipierten Verbraucher belächelt und abgelehnt werden.

Die Lösung sollte also nicht in neuen subtilen Formaten liegen, sondern im Anerkennen des menschlichen Verstandes.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

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