Warum Stromvergleich Mediendemokratie ist

Der Begriff “Mediendemokratie” wird gerne herangezogen, um die Macht der Medien in den westlichen Demokratien zu beschreiben. Medien sind in diesem Zusammenhang zumeist Pressetitel und größere Webportale. Tatsächlich aber kann das gesamte Internet als Medium mit Einfluss auf Politik und Gesellschaft betrachtet werden. Die Akteure sind nicht einzelne unternehmen, sondern die Nutzer. Und deren Anzahl ist Legion.

Portale als Sammelbecken der Masse

Einfluss nehmen können die Internetnutzer natürlich nicht als Individuen. Dafür ist die informelle Macht jedes einzelnen zu gering. Einzelne Stimmen werden nur in sehr seltenen Fällen wirklich wahrgenommen. Geschweige denn in Entscheidungen einbezogen.

Schließen sich jedoch viele Webnutzer zusammen, erreichen sie in ihrer Gesamtheit plötzlich ein neues Niveau. Ob es in Form politischen Drucks des Wählers ist oder – noch viel machtvoller – über den Geldbeutel. Nichts hat mehr Einfluss in einer kapitalistischen Marktwirtschaft als die Kaufkraft.

Damit solch einflussreiche Gruppen überhaupt entstehen können, bedarf es stets eines Forums. In der nicht virtuellen Welt wären das Demonstrationen, Kundgebungen oder schlicht und einfach das Vereinsheim. Im Internet gibt es ebensolche Foren. Ob über Twitter, diverse soziale Netzwerke oder die auf den ersten Blick recht unverdächtig wirkende Stromvergleichs-Seite.

Ein transparenter Markt bedeutet Demokratie

Weshalb nun beispielsweise Strompreisvergleich ein Merkmal gelebter Demokratie sein soll, lässt sich mit einer allseits bekannten und doch sehr oft vernachlässigten Tatsache erklären: 1. Marktwirtschaft kann nur dann existieren, wenn die Marktteilnehmer eine (Aus-) Wahl haben. 2. Nur informierte Marktteilnehmer können am Markt teilnehmen; denn nur so können sie überhaupt erst wählen.

Die wichtigste Bedingung eines funktionierenden Marktes ist also die umfassende Informiertheit der Menschen. Nicht zufällig entspricht dies ebenfalls der Hauptbedingung für Demokratie.

Marktdemokratie entsteht im Falle des beispielhaften Strom Vergleich, wenn den Stromkunden zum einen überhaupt ein Wechseln möglich ist und ihnen zum anderen wichtige Informationen – wie etwa der unterschiedliche Strompreis via Strom Rechner – bekannt sind.

Vergleichsportale sorgen zumindest für letzteres. Sie bieten den Strommarktteilnehmern einen meistens unabhängigen Einblick in den Markt. Häufig informieren sie auch über die Möglichkeiten eines Wechsels bzw. ermöglichen diesen gar per Klick.

Um auf die ursprüngliche Argumentation zurück zu kommen: Jene Vergleichsportale zwar keine Foren, die Interaktion zwischen den Verbrauchern entstehen lassen (zumindest nicht vorrangig). Es geht also weniger um Kommunikation. Vielmehr schaffen sie ein informierte Gruppe von Marktteilnehmern, die wiederum – in Bezug zum Portal zumeist indirekt – durch ihre Kaufentscheidung Einfluss auf den Markt nehmen. Wenn das keine Demokratie ist … ;-)

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

2 Gedanken zu „Warum Stromvergleich Mediendemokratie ist“

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