Wann man Kommentare im Internet (nicht) lesen sollte

Kommentare sind der Nexus des Web 2.0, möchte man meinen. Doch längst haben sie sich zu Klo-Wänden entwickelt. Egal ob SpiegelOnline, taz.de oder andere Presse-Portale: Die Diskussionen lassen an Niveau sehr zu wünschen übrig. Nicht zuletzt deshalb hatte ich vor einigen Jahren auch über die Diskussionskultur in Deutschland geschrieben.

Wann man Onlinekommentare lesen sollte

Katja Berlin hat nun in einer ebenso humorigen wie realistischen Grafik festgehalten, wann man denn Kommentare lesen sollte. Oder besser, nicht lesen sollte (graphitti-blog.de).

Dabei spricht sie eben jenen Zustand an: Kommentare enthalten weder zusätzliche Informationen, reflektierte Meinungen noch sind sie geeignet, Zeit sinnvoll zu inverstieren.

Ausnahme Blogosphäre

Jedoch möchte ich eine Relativierung anbringen: In vielen Blogs sieht die Situation etwas anders aus. Dort können – wohlgemerkt Konjunktiv, da nicht zu 100% – Kommentare durchaus einen Mehrwert bieten. Nicht selten entwickelt sich erst über die Diskussion ein noch größeres (Gesamt-)Bild, als es der Blogger in seinem Artikel darzustellen vermochte.
Nicht zuletzt sind es zudem Track- und Pingbacks, die dem Artikel weiterführende Links bescheren.

Kurz um: Für Blogs gilt die Grafik von Katja nicht immer. Dort lohnt es sich, Kommentare zu lesen.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

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