Wann ein Gastartikel wirklich einer ist

Vor einigen Tagen hatte ich über SEOs geschrieben, die mit schlechten Texten das Internet verseuchen. Dennoch halte ich an meinem Angebot, auf tiuz.de auch Gastartikel zu veröffentlichen, fest. Warum? Weil es ein wichtiger Bestandteil von Social Media und letztendlich Mediendemokratie ist. Gleichwohl stelle ich diesbezüglich einige Regeln auf, die auch allgemein sicher übernommen werden können.

Die Themenrelevanz

Erster und wichtigster Punkt für einen Gastartikel: Er sollte – logischerweise – das Thema des Blogs behandeln. Niemandem ist geholfen, wenn auf einem Social-Media-Blog wie tiuz.de plötzlich ein Gastbeitrag über Hausbau veröffentlicht wird (es sei denn, es werden Soziale Medien dafür benötigt ;-) ). Dem Blogger sowieso nicht, dem Autor bringt es weder Reputation noch besondere Suchmaschinenwertung und die Leser rümpfen im günstigsten Fall die Nase.

Wie man das Thema eines Blogs als williger Gastautor herausfindet? Einfach Blogtitel, Navigation und die aktuellsten Beiträge ansehen.

Problemorientiertes Schreiben für Mehrwert

Viele Gastautoren aus dem SEO-Bereich glauben, mit allgemeinen Texten punkten zu können. Was einerseits verständlich ist. Mit einer Auflistung der vorhandenen sozialen Netzwerke und deren kurzer Beschreibung kann man schnell mal nebenbei einen Artikel niederschreiben. Doch Mehrwert bietet so etwas nicht.

Deshalb gilt es, sich an einem bestimmten “Problem” abzuarbeiten. Also z.B. die Frage, wie man am besten neue Kontakte bei Facebook findet. Das interessiert auch einen echten Leser und darauf kommt es in einem Blog letztendlich an.

“Abarbeiten” bedeutet natürlich auch, nicht einen kurzen Zehnzeiler seinen Leser hin zu werfen. Gefragt sind gut recherchierte, umfangreiche Gastartikel. Sie sollten neben Hintergrundwissen auch Argumente Pro und Kontra enthalten. Leider lässt sich dieser Anspruch schlecht in Zahlen ausdrücken. Ein Artikel mit 500 Wörtern kann ebenso gut informieren wie einer mit 1000 Wörtern. Zwischen 300 und 400 sollten es aber mindestens sein. Zum Vergleich: Dieser Artikel hier hat über 600 Wörter. Zeitlich habe ich vielleicht eine Stunde in ihn gesteckt – nachträgliche Korrekturen und Ergänzungen bereits mit eingerechnet.

Die Frage der Verlinkung (SEO)

In einem Blog ist es üblich, auf fremde Quellen zu verweisen. Im Grunde kann zu jedem Absatz auch ein Link gesetzt werden. Doch der Begriff “Quellen” beinhaltet, dass es sich um Webseiten handeln muss, die ihrerseits einen informellen Mehrwert zum Gastartikel beitragen sollten. Dies bedeutet in den meisten Fällen Deep-Links (->Wikipedia) – also Verweise auf andere Artikel bzw. in Einzelfällen Unterseiten wie Themenportale.

Sofern der Gastautor übrigens eine eigene Homepage hat, kann er selbstverständlich auch diese verkünden. Jedoch nicht unter jedem Gastartikel. Dafür ist seine eigene Autorenseite hier auf tiuz.de vorgesehen. Sie enthält neben allen seinen Gastbeiträgen auch einen kurzen Infoblock. Die Autorenseite ist einerseits im Forum verlinkt. Andererseits in jedem Artikel unterhalb der Überschrift.

Last but not least: Exklusivität und Urheberschaft

Als Web-Publizist sehe ich es natürlich gerne, wenn Artikel nur auf meinem Blog vorkommen. Nicht nur, weil es sich für Google & Co. ansonsten um sogenannten Duplicate Content (->Wikipedia) handelt, der von Suchmaschinen nicht gern gesehen wird (->seokratie.de). Darüber hinaus möchte ich meinen Lesern Inhalte bieten, die sie nicht hundertfach auch auf anderen Internetquellen finden.
Deshalb gilt: Nur exklusive Gastartikel sind auch wirklich welche. Alles andere zählt unter Pressemitteilung, Werbeartikel oder Spam.

Exklusivität setzt natürlich auch voraus, dass der Gastautor die Urheberschaft an Text, Bildern und/oder Videos inne hat. Ihm also das Urheberrecht zu kommt. Es ist zudem rechtliche Notwendigkeit, auf tiuz.de keine raubkopierten Inhalte anzubieten.

Zusammenfassung

Die genannten Punkte nochmal auf einen Blick:

  • Themenrelevanz im Sinne des gastgebenden Blogs
  • Problemorientierter Artikelinhalt
  • Nur thematische Deep-Links. Diese können natürlich auch auf eigene Artikel verweisen.
  • Exklusivität des Inhaltes

Wer nach Lesen oben stehender Zeilen noch immer einen Gastartikel veröffentlichen möchte, kann dies gerne auch auf tiuz.de tun: Forum – Gastbeiträge und Blog-Marketing

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

3 Gedanken zu „Wann ein Gastartikel wirklich einer ist“

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