Vom Ende der Menschlichkeit

Jeder ist sich selbst am nächsten. Dieser unchristliche Leitspruch beschreibt leider die aktuelle gesellschaftliche Situation in Deutschland. Gebeutelt von Arbeitslosigkeit oder Existenzangst und der damit einhergehenden Erpressbarkeit auch moralischer Ansichten, ist den Bürgern ein gemeinschaftliches Leben nicht mehr möglich. Denn es geht darum, den größtmöglichen Nutzen für sich selbst zu erreichen. Die Reichen und Mächtigen tun es, um noch reicher und mächtiger zu werden. Die “normalen” Bürger sind dazu gezwungen, weil sie sonst abrutschen würden in Armut und Entrechtung. Wer bereits unten ist, hat sowieso nichts mehr zu melden.

Globalisierung und extremer Liberalismus führen zu einer Entwurzelung der Menschen. Ohne gemeinschaftlichen Halt werden sie sich selbst verlieren. Die Folgen dessen werden auch die Reichen und Mächtigen erreichen: Der Verlust aller Menschlichkeit in unserer Kultur.

Möchte der Mensch sich selbst verwirklichen, ist er einer Reaktion auf eben diese Einflüsse nicht entbunden. An erster Stelle steht nuneinmal die Sicherung der eigenen Existenz. Nimmt diese Aufgabe einen zu hohen Stellenwert ein und ist ihre Über-Erfüllung Basis sozialer Einbindung, müssen wir Globalisierung und Liberalismus überdenken.

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