Usability in Blogs – Anregungen zur Nutzerfreundlichkeit

Usability ist gerade bei kommerziellen Webseiten ein großes Thema. Stets vor dem Hintergrund, wie Besucher auf der Seite gehalten und zu den wichtigen Verkaufs- bzw. Informationsseiten geleitet werden können. Doch auch im meistens nicht-gewerblichen Bürgerjournalismus sollte Usability eine Rolle spielen. Denn ohne Aufmerksamkeit ist bloggen sinnlos.

Übersichtliche und vielseitige Menüführung

Das A und O ist die Navigation einer Seite. Mit ihr führt man seine Leser dahin, wohin sie wollen. Wollen, nicht sollen! Denn beim Bürgerjournalismus geht es nicht darum, Nutzer zum Kauf bestimmter Produkte/Leistungen zu bewegen. Im Vordergrund steht die Information. Da wir jedoch nicht wissen, über was sich der einzelne Leser informieren möchte, müssen wir ihm mehrere Wege anbieten, wie er zum Gesuchten kommt.

Neben der obligatorischen Suchfunktion sind Kategorien, Tags, Zusammenfassungen und der gleichen mögliche Mittel, Usability herzustellen. Auf tiuz.de biete ich beispielsweise neben den Kategorien – die ich bewusst gering halte – auch eine Themenübersicht (Tags), Dossiers (Artikel in einem bestimmten Kontext) und Autorenübersichten an. Frei nach dem Motto: Viele Wege führen nach Rom. Wer sich detaillierter mit dem Kopfmenü auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich die Infoseite zu diesem Blog.

Wichtige statische Informationen in die Sidebar

Je nach Design haben die meisten Blogs mindestens eine seitliche Spalte (Sidebar). Dort erhält der Leser Informationen, die zwar wichtig sind, den Rahmen eines Menüs jedoch sprengen würden. Das sollte stets eine kurze(!) Vorstellung des Blogs und/oder des Autoren sein. Ebenfalls von Vorteil ist eine kleine Liste neuerer und/oder empfohlener Artikel. Kommen Leser über eine Suchmaschine, landen sie meistens direkt im Artikel. Mit einer Artikelliste lädt man sie zum verweilen ein.

Welche Informationen über das genannte hinaus in die Sidebar gehören, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig: Auf gar keinen Fall darf die Übersichtlichkeit verloren gehen. Weniger ist da oft mehr.

Weiterhin ist es kein schlechter Rat, die Sidebar optisch vom Haupt-Inhalt abzusetzen. Ich persönlich bevorzuge kleinere Schrift; womit die größere Bedeutung der Artikel angezeigt wird. Andere setzen auf farbliche Unterschiede (vom Theme abhängig).

WordPress-Theme abspecken

Die meisten Themes (Design-Vorlagen) versuchen, möglichst alle Funktionen von WordPress zu nutzen bzw. darzustellen. Das mag auf den ersten Blick gut und richtig sein. Doch tatsächlich dürfte der Otto-Normal-Leser von der Fülle an Informationen eher überfordert werden. Für ihn geht mit jeder zusätzlichen, ungenutzten Informationen ein Stück Übersichtlichkeit verloren.

Die Frage, die man sich also stellen sollte, lautet: Welche Informationen sind eher überflüssig. So ist die Auflistung von Tags (Themen) für jeden Artikel auf der Startseite und den Kategorie-übersichten nicht notwendig. Worum es in einem Beitrag geht, entnimmt der Leser der Überschrift. Sie entscheidet, ob er den Artikel aufruft – bzw. zuvor noch den Aufmacher ließt – oder nicht.

Letztendlich kommt es stets auch auf die Zielgruppe an. Besteht die Leserschaft eher aus anderen Bloggern, wirken überflüssige Informationen weniger störend als wenn hauptsächlich Rentner angesprochen werden.

Vielseitige Möglichkeiten

Wie genau man nun Usability gewährleistet, richtet sich nach den Anforderungen des Bloggers. Viele Themes bringen von Haus aus zumindest Übersichtlichkeit mit sich. Darauf kann man meistens gut aufbauen. Ein wenig Nachdenken ist natürlich unabdingbar.

Ein paar Anregungen und weitere Ratschläge:
Eine Liste von Blogbeiträgen zum Thema Usability sammelt der Webmaster Friday. Der Frage “Welche Sprache spricht der Nutzer?” geht das Usability-Blog nach (hier finden sich auch weitere Infos zum Thema). Wie man interne Links besser gestaltet erklärt Usability-Now.

Eine ewige Baustelle

tiuz.de ist nun schon 7 Jahre alt. Das Design von heute ist nicht mehr das von 2004. Auch dazwischen gab es viele Änderungen und Anpassungen. Was ich damit sagen will? Dass Usability nie zu 100% erfüllt werden kann. Stets kann man noch etwas verbessern. Weil es neue Erkenntnisse gibt, sich neue Standards entwickeln oder die Internetnutzer ihr Verhalten ändern.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>