Unlautere Kapitalismuskritik?

Daß die FDP liberal und promarktwirtschaftlich eingestellt ist, kennen wir schon. Daß einige ihrer Mitglieder jedoch wirklichkeitsfern und begriffsstutzig argumentieren, mutet neu an. So aber geschehen im Wahlblog 05.
Es ist immer wieder lustig zu lesen, wie Politiker, die sich eigentlich in der Materie auskennen sollten, mit Begriffen und Wirklichkeit nicht verstehen umzugehen:

Erstens ist der Kapitalismus eine Gesellschaftsordnung, während Marktwirtschaft eine Wirtschaftsordnung ist. Wenn also jemand wie Herr Geißler den Kapitalismus anprangert, muß er deshalb nicht gleich die “freiheitliche” Marktwirtschaft meinen.
Womit wir auch gleich zu Punkt Zwei kämen: Die Freiheit der Marktwirtschaft kommt nur jenen zugute, die in ihr auch frei wirtschaften können. Arbeitnehmer und Arbeitslose – also die Mehrheit der Bevölkerung – sind vom freien Wettbewerb Mangels Chancen und Möglichkeiten ausgeschlossen. Sie gehören, mit anderen Worten, zu den Verlierern.
Im Übrigen steht das Wohlstandsmonopol der Marktwirtschaft nicht fest. Wer ein solches annimmt, versucht lediglich, die kritische Diskussion von Alternativen zu verhindern.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>