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Twitter – Gute Idee, überschätzter Hype

Nachgedacht am 26. Mai 2009

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Nicht erst seit heute oder gestern ist das Thema Twitter in aller Munde. Nicht nur die Blogsphäre überschlägt sich geradezu. Auch Presse und andere traditionelle Medien springen hier liebend gerne auf. Dabei trifften bei diesem Hype wie bei keinem anderen Anspruch und Wirklichkeit derart weit auseinander.

Während die Szene sich und den Dienst in höchste Sphären redet respektive schreibt, sieht die Realität eher trist aus. Die meisten User melden sich an, probieren einmal und entschwinden danach auf Nimmerwiedersehen.

Wo liegt der Nutzen?

Martin Mißfeldt hat im TagSeoBlog nun einen interessanten Beitrag über Nutzen, Risiken und Zukunft von Twitter geschrieben. Damit bewegt er sich freilich in mannigfaltiger Gesellschaft. Allerdings haben mich die Zeilen doch etwas zum Nachdenken angeregt:

Ich sehe die Zukunft bzw. den Nutzen von Twitter in seiner Vergangenheit: Gestartet als Kommunikationswerkzeug eines Unternehmens. Das “Twitterprinzip” eignet sich hervorragend, um Netzwerke informell besser zu vernetzen. Anstatt auf unflexible und, was die Netzwerkfunktion angeht, doch recht statische Chatsysteme oder gar die gute alte SMS zu setzen, kann via Mikrobloggen ein viel direkterer aber zugleich schneller Zugang zum Gruppenwissen geschaffen werden.

Twitter auf dem Abstellgleis

Gleichzeitig sehe ich für das Projekt Twitter an sich eher schwarz. Denn die oben beschriebenen Vorteile wären besser in den diversen Social-network-plattformen aufgehoben – also Facebook, Xing & Co. Einziger Ausweg wäre, Twitter.com mit entsprechenden Funktionen aufzuwerten oder zu 100% integrierbare Schnittstellen anzubieten. Letzteres würde natürlich die Kooperation der Platzhirsche voraussetzen.

Hieran entscheidet sich also die Zukunft Twitters als eigenständiges Angebot. So, wie es aktuell läuft, ist der Dienst für die meisten Menschen schlicht und einfach sinnlos. Selbst ich, der ich mich eher zur internetaffinen Gemeinde zähle, gehöre zu eingangs beschriebenen “Einmalnutzern”. Gelingt der Wandel nicht, bleibt entweder der schleichende Niedergang oder eine Übernahme.


   klammer 4 Ergänzungen angeheftet


Twitter, Ergänzungen

# Geschrieben von Oliver am 6. Juni 2009:

“Gleichzeitig sehe ich für das Projekt Twitter an sich eher schwarz. ”
Diese Größe, welche erreicht wurde bedingt doch einen Abstieg!?
Liegt/lag irgenwie auf der Hand.

# Geschrieben von TC Stahl am 6. Juni 2009:

Hmm, du gehst also davon aus, daß Soziale netzwerke ab einer kritischen Größe in sich zusammenbrechen?

# Geschrieben von Dirk am 16. Juni 2009:

Das Internet ist eine gigantische Spielwiese, und jeder kann sich hier austoben! Ich kann mich fürs Twittern (noch) nicht erwärmen, aber für äußerst mitteilsame Menschen ist das optimal, wenn man sich ungehindert über alles und jeden auslassen kann;-) Letzten Endes hat es ja jeder selbst in der Hand wie viel er von sich preisgibt. Ich wahre da lieber meine Privatsphäre.

# Geschrieben von Wii Homebrew am 9. Oktober 2009:

Twitter ist für mich einfach nur ein großer Witz… Irgendwie steht doch nur Driss drinnen der keinen wirklich interessiert!

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