Telefon-Flashmob gegen die FDP

Via Twitter hat sich heute ein – zumindest für die Teilnehmer – humorvoller Flashmob verbreitet: Es wurde dazu aufgerufen, die FDP anzurufen und die (armen) Mitarbeiter mit dem Satz “Entschuldigung, ich habe mich verwählt” zu begrüßen. Die Aktion ist wohl recht erfolgreich angelaufen.

Aufruf via Twitter und Blogsphäre

Der Aufruf wurde über mehrere Twitter-Accounts verbreitet und ist leider nicht ganz sicher einem bestimmten Initiator zurechenbar. Selbst die Politische Konkurrenz der FDP – inkl. CDU/CSU, SPD, Güne u.s.w. – beteiligte sich via Twitter daran. Ursprünglich hatte @Ajoupachiller die Idee zum Flashmob. Im Wortlaut:

Wer ist dabei? Heute bei der #FDP- anrufen und sagen “Tschuldigung verwählt!” #fdp- +49 30 284 95 80

In seinem Blog bittet er um Erfahrungsberichte mit dem Flashmob. Leider entwickelt(e) sich im Kommentarbereich eher ein Streit FDP vs. Jusos. Für Flashmob-Teilnehmer bleibt da nicht mehr viel Platz resp. Aufmerksamkeit.

Hintergrund ist vermutlich Westerwelle

Grund für den Flashmob und die rege Beteiligung dürften die jüngsten Äußerungen des FDP-Vorsitzenden und Außenministers Guido Westerwelle sein. Er hatte besonders Hartz-IV-Empfänger indirekt kritisiert und Deutschland spätrömische Dekadenz bescheinigt.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

9 Gedanken zu „Telefon-Flashmob gegen die FDP“

  1. Das war kein geplanter Flashmob, ich hatte das gestern mit einigen Jusos als Scherz beim Bier besprochen, und heute aus eigener belustigung gemacht. Dann einen Tweet abgesendet, das das so ein Selbstläufer wird konnte keiner ahnen.

  2. Dieser Telefon-Flashmob, auch wenn genaue Beteiligungszahlen nicht vorliegen zeigt doch nur, welchem Gegenwind die FDP angesichts ihres Vizekanzlers ausgesetzt ist. Garantiert waren auch viele Stimmenspender der Bundestagswahl mit dabei.

    Doch mit solchen Aktionen ist es wie mit zahlreichen anderen Protesten, sie werden (wenn überhaupt) kurz erwähnt und der Karren fährt weiter die gleiche Spur – typisch deutsch eben.

  3. @Lars Wienand: Medien, die ihre Web-Quellen im Artikel nicht verlinken, bekommen auf tiuz.de keinen Follow-Link. Die Rhein-Zeitung sollte im Web 2.0 erstmal richtig ankommen, dann klappt es auch mit den SEO-relevanten Backlinks.

  4. @Thomas C Stahl Ich räume ein, dass Linkgeiz ein Ärgernis ist und dass unser Umgang mit der Blogosphäre noch verbesserungswürdig ist. Das haben wir auch erkannt und arbeiten daran. Deshalb bin ich auch für die Rückmeldung dankbar und werde beim nächsten Mal zwei Sätze mehr schreiben, was sich hinter einem Link verbirgt. Es ist aber nicht so, dass wir nicht schon Blogs verlinkt oder thematisiert hätten, wenn die uns als Quelle gedient hatten oder dem Leser weiterführende Infos boten. Als ich auf dieser Seite war, war unser Text fertig und ging deutlich über das hinaus, was hier zu lesen war. Er war auch nicht meine Quelle. Ich hatte via search.twitter zurückgeblättert und @Ajoupachiller bei Twitter direkt angesprochen.

    Ich räume ein, dass hier inzwischen weitergehende Infos zu finden sind. Und wenn ich jetzt nicht so viel Zeit für eine Antwort hätte verwenden müssen, hätte ich nach einem kurzen Hinweis einfach den Online-Kollegen einen kleinen Nachtrag mit dem Link geschickt. ;-) Mit uns kann man reden. Ich verstehe auch von SEO noch zu wenig, um die Relevanz eines Backlinks in diesem Blog beurteilen zu können. Darum ging´s mir aber gewiss nicht.

    Wenn´s Spam war, dann lösch es doch einfach. Bin mir aber sicher, dass es mehr Traffic in den Blog bringt, uns bei Twitter anzugehen. Gönn ich Dir aber, finden sich ja auch noch weitere lesenswerte Beiträge.

    P.S.: Es war die FDP-Bundesgeschäftsstelle. Hätten wir auf Nachfrage auch sofort beantwortet, sollte es unklar formuliert gewesen sein. ;-)

    Schöne Grüße!

  5. @ Lars Wienand: Um einen Link auf diesen Beitrag hier ging es mir gar nicht. Warum auch? So essentiell ist der nun auch wieder nicht ;-) Ich würde mir nur wünschen, dass die Presse häufiger auf ihre Web-Quellen verweist. Nicht nur aus Prinzip. Wie oft habe ich mich schon geärgert, bei z.B. SpOn etwas über Web-Themen zu lesen, mir weitere Infos dann aber mühsam über Google suchen zu müssen. Ernsthaft: Da vergeht mir der Besuch von Nachrichten-Portalen. Ich möchte nämlich nicht nur von einer Quelle informiert werden!

    Die Definition von Spam ist natürlich fließend. Ich habe hier zwei einfache Regeln: Ein Link muss auf politische Inhalte führen (logisch und bei dir gegeben) und es sollte mehr als nur ein Zweizeiler dazu stehen (bei dir leider nicht gegeben.) Aber letzteres hast du mit deinem zweiten Kommentar ja nun ausgeglichen :-)

    Ich bin euch angegangen? Entschuldige, da gingen mir wohl die Pferde durch. War nicht bewusst. Aber siehe oben ^^

    Jedesmal per eMail nachzufragen, würde mich bei der Menge an Vorgängen zeitlich überfordern. Da mache ich das gleich über Twitter. Kommentare sind ja öffentlich, da kann man auch öffentlich damit umgehen. Besucher auf meinen Blog bringt das nicht so viele. Twitter ist nicht unbedingt die Traffic-Schleuder ;-)

    PS: Werde das mit der Geschäftsstelle ändern. Solltet ihr aber ev. auch in eurem Artikel noch nachtragen. Der ist da etwas missverständlich (wie man bei mir lesen kann ^^)

  6. Wir werden gleich noch mal aktualisieren, zwei, drei Sätze anhängen – und jetzt auch einen klitzekleinen Link…

  7. Das Riesenproblem ist, dass immer wieder lediglich GEGEN etwas unternommen wird.
    Wir muessen hoellisch aufpassen, dass wir nicht zur Generation “68er 2.0″ mutieren.
    Das waere furchtbar.

    Gruss,
    Ralf

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