Sensation: Airbus-Transporter A400M verfügt über Lande-Funktion

A400M beim Start in Sivilla.  	MilborneOne, via Wikipedia

Es ist eine Sensation von ungeheurer Tragweite: Vor wenigen Tagen ist es einem Bundeswehr-Team gelungen, das neue Transportflugzeug A400M sicher auf dem Stützpunkt Wunstorf bei Hannover zu landen. Ein Erfolg war im Vorfeld nicht mehr ganz sicher gewesen. Zu viele Funktionen, die der Flieger eigentlich bei Auslieferung hätte beherrschen sollen, fehlten.

Sogar Landebahn getroffen

Oberstleutnant Christian Schott, der laut SpiegelOnline die Maschine flog, gelang zugleich ein Kunststück, das für die heutige Bundeswehr nicht mehr selbstverständlich ist. Er schaffte es, genau auf der Landebahn aufzusetzen und diese bis zum endgültigen Stillstand seines Flugzeuges nicht mehr zu verlassen. Damit nahm er zugleich all jenen Kritikern einiges an Wind aus den Segeln, die der Luftwaffe ein solches Husarenstück nicht zugetraut hätten.

A400M beim Start in Sivilla.  	MilborneOne, via Wikipedia
A400M beim Start in Sivilla. Original © MilborneOne, via Wikipedia

Dabei hatte sich der Soldat vor dem Start im spanischen Airbus-Montagewerk Sevilla, wo der A400M gebaut wurde, noch schnell eine Risikolebensversicherung zugelegt. Was nicht nur an den negativen Schlagzeilen bezüglich der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr lag. Auch technisch hatte Airbus viele sogenannte Features bei Bau der Militärmaschine kurzerhand weg gelassen. So fehlt beispielsweise ein Abwehrsystem gegen Raketenbeschuss und die Landefähigkeit auf unbefestigten Pisten ist extrem eingeschränkt.

BER entfällt als Fliegerhorst

Deshalb hatte das Verteidigungsministerium auch von einem Plan Abstand genommen, der den Skandal-Flughafen BER als neuen Heimat-Stützpunkt der A400M vorsah. Doch auch darüber hinaus machte man sich berechtigte Sorgen. Hinter vorgehaltener Hand war man sich ganz und gar nicht sicher, ob Airbus tatsächlich eine funktionierende Landefunktion anbieten könne.

Um so größer die Erleichterung, als das Flugzeug dann doch sicher aufsetzte. Nun ist jedoch fraglich, inwieweit es auch wieder abheben wird. Zwar funktionierte der erste Start in Spanien reibungslos. Doch unter dem nun voll umfassenden Einfluss der Bundeswehr könnte es auch der letzte gewesen sein. Vielleicht sollten die restlichen bestellten 40 Maschinen direkt vom Produktions- an ihre Einsatzorte geflogen werden – inklusive Beladung versteht sich. So können sie zumindest einmal einem nützlichen Zweck zugeführt werden.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

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