Scheinheilige Kritik des Islam an Papst Benedikt

Betroffene Hunde bellen. Dieses Sprichwort kommt einem schnell in den Sinn, beobachtet man die Reaktionen großer Teile der islamischen Welt auf die Aussagen Papst Benedikt. Dieser hatte am Dienstag, also vor mittlerweile drei Tagen, mit einem Zitat Kaiser Manuel II. Palaeologos von Byzanz ein Beispiel dafür zeigen wollen, wie man den Dialog der Religionen eben nicht angehen sollte. Die Aussage des Kaisers, “Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten”, nannte Benedikt “erstaunlich schroff”. Er meinte und sagte also das genaue Gegenteil von dem, was die Moslems nun daraus machen.

Vernunftlosigkeit und Wahnsinn
Die Folge: Wieder gehen Bilder um die Welt, wie wir sie schon vor ein paar Monaten während des Karikaturenstreits erlebten. Prediger und Politiker islamischer Länder reichen die Aussage verkürzt und sinnentstellt weiter. Haßprediger nehmen diese auf und schüren unberechtigten, sinnlosen Zorn – auf den Vatikan, die Christenheit, den Westen. Die Massen nehmen wiedereinmal das, was ihnen vorgesetzt wird, ungeprüft und leichtgläubig, ja geradezu bereitwillig, auf. Vernunft hat hier nicht den Hauch einer Chance. Man fühlt sich in die Zeiten des Dritten Reiches oder des Kalten Krieges zurück versetzt. Was damals aus solcherlei Wahnsinn wurde, wissen wir alle.
Selbst jene Staaten, die wir bisher als gemäßigt, ja zivilisiert betrachteten, springen auf diesen Zug auf. So forderte die türkische Religionsbehörde eine Entschuldigung des Papstes und wirft ihm “Kreuzfahrermentalität” und eine “feindselige Haltung” vor. Damit hat sich die Türkei zum wiederholten Male gegen die Europäischen Werte gestellt.

Besorgniserregende Erkenntnisse
Aus den neuerlichen Exzessen läßt sich einiges Ableiten.
Zunächst kommt man schnell auf den Gedanken, daß die Aussage des Kaisers aus dem 14./15. Jahrhundert durchaus einen großen Wahrheitsgehalt haben könnte. Der Islam geht in seiner ganzen Breite – und nicht etwa nur in Person der Islamisten – gegen alles vor, was ihn kritisiert. Notfalls sogar unter Anwendung von Gewalt. Das Problem für den Rest der Welt liegt darin, daß dieser Notfall regelmäßig immer dann auftritt, wenn die von Moslems erhobenen Forderungen nicht zur Gänze erfüllt werden.
Zum anderen ist dem Islam keineswegs an einem Dialog auf Augenhöhe gelegen. Der Papst hat auf seine Weise darauf aufmerksam machen wollen, daß Vorwürfe nicht weiter bringen. Dazu bediente er sich eben einer Analogie aus der christlichen Vergangenheit. Dies paßte offenbar einigen Herren im Nahen Osten – Frauen haben dort ja nichts zu sagen – offenbar nicht. Also manipuliert man die Öffentlichkeit und verlangt demutsvolle Entschuldigungen. Die Botschaft: Entweder die zivilisierte Welt übernimmt die (Un)Werte und Regeln des Islam, oder es gibt keine Kooperation. Das ist kein Dialog, sondern Annektion!

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

3 Gedanken zu „Scheinheilige Kritik des Islam an Papst Benedikt“

  1. Der Papts und der blinde Islam, haben auf ein Problem aufmerksam gemacht. Nämlich Intolleranz. Sogar eine solche, dass sogar eine Oper in Deutschland wegen Morddrohungen abgesagt werden muss. Der Islam ist kein Teil Deutschlands – sondern wird in unserer Kultur gedultet.

    Die Absage der Oper in Berlin ist eine Schande für Deutschland und seine kulturelle Vielfalt. In unserem Land wird kein Islam das Opernprogramm bestimmen, genau so wenig wie Terroristen Einfluß auf unser politisches Geschehen haben werden.

    Deutschland wo ist dein Nationalstolz???

  2. ” In unserem Land wird kein Islam das Opernprogramm bestimmen, genau so wenig wie Terroristen Einfluß auf unser politisches Geschehen haben werden.”

    Auch wenn er sicherlich nicht die Macht hat, etwas zu bestimmen – das tun offenbar wir selbst im Sinne des Islams -, haben Islamisten und andere(?) Moslems durchaus Einfluß auf unseren Staat.

    Mit Nationalstolz hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Eher ist hier demokratisches Selbstbewußtsein gefragt.

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