Multikulturalismus: Die Linke hat nichts gelernt

Sie sind wieder da: Die Prediger der Multikultur. Nachdem sie zum Ende des islamischen Maskenballs (Stichworte: Karikaturenstreit, Papstrede) vor einigen Monaten reumütig und beschämt im Untergrund verschwanden, erobert die Linke ihr altes Lieblingsthema zurück.
Bekannt sind dabei nicht nur Phrasen und (Un)Argumente, sondern auch die Agitatoren. Da wird ohne Hemmung vom toleranten Islam geredet oder die Unüberwindbarkeit multipler Gesellschaftsstrukturen betont. Über Friedensbotschaften im Koran kann der ungläubige Bürger plötzlich wieder lesen und muß erfahren, daß wir die Gebräuche intoleranter Kulturen doch bitte zu akzeptieren haben. Mit unaufhaltsamem Druck gehen die Roths, Becks und Antifa-Truppen gegen Wahrheit und Vernunft vor.

Der Großangriff findet dabei auf breiter Front statt. Ob in Talkshows1, auf Demonstrationen oder im Internet2. Überall sieht man die Möglichkeiten eines demokratischen Deutschlands schwinden.
Leider hat die Linke noch nie verstanden, was nötig ist, damit Demokratie und Republik bestehen können. Unabdingbare Basis ist dabei ein einheitlicher Wertepool. Ohne diesen gesellschaftlichen Grundkonsens ist jede Wahl oder Abstimmung den Stürmen des Gegensätzlichen ausgeliefert. Selbst wenn Entscheidungen überhaupt zustande kommen – was bei fehlendem Grundkonsens fast unmöglich ist – würden sie mit ihrer politischen Umsetzung gesellschaftliche Spannungen erzeugen, die letztendlich zur Marginalisierung des Staates als Gemeinschaft der Bürger führen. Die Folge sind ein entfremdeter Staat und steigende Kriminalität. Von republikanischer Gemeinschaft ist in diesem Szenario keine Rede mehr.

Insbesondere der Islam steht unseren in Jahrtausenden gewachsenen Werten entgegen. Gleichheit – besonders der Geschlechter – oder persönliche Freiheit sind Fremdworte für die Religion des (nach heutigen Maßstäben) Kriegsverbrechers Mohammed. Autonomie* der freien und gleichen Bürger müßte dem Diktat religiöser Traditionen unter Deutungshoheit weniger Imame weichen. Nicht mehr das Neue Testament als Grundlage des Christentums wäre Quelle vieler – nicht aller! – Kulturgüter und Denkweisen, sondern (auch) der Gewalt predigende Koran; wer nun glaubt, mit biblischer Gewalt gegen zu argumentieren, sei auf den Boden der Tatsachen genagelt: Im Neuen Testament gibt es keine Gewaltpropaganda.

Was also ist zu tun?
Eine einfache Antwort: Beständige Gegenrede und politische Abstrafung jener Linker, die in Multikulti noch immer ihren heiligen Altar sehen. Das ist der Vorteil jeder demokratischen Republik. Die Bürgergemeinschaft kann mit ihrem Stimmrecht ihre Zukunft selbst gestalten.

* Autonomie ist hier im deutschen Sinn der “Selbstgesetzgebung” gemeint. Dem entgegen zu stellen ist die angelsächsische Bedeutung als “absolute Selbstbestimmung”.

1 Phoenix Runde (23.11.2006)
2 Beitrag auf Yigg.de plus Initiative. Ein schönes Beispiel, wie die einige(!) Linke “argumentieren”.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

4 Gedanken zu „Multikulturalismus: Die Linke hat nichts gelernt“

  1. Das Schwinden der Demokratie ist nicht nur in Deutschland zu beobachten; selbst hier, in der Schweiz, geht die Demokratie langsam aber sicher unter in der Verwaltung, der Bürokratie. Es ist seltsam: sie scheinen gar nicht zu wissen, was sie tun – die Politiker, meine ich. Sie realisieren nichts mehr, sie haben sich viel zu weit vom wirklichen Leben entfernt. Was in früheren Zeiten für die Philosophen galt, hat heute für die Politiker Gültigkeit: sie leben in einem Elfenbeinturm abgeschottet, von allem, was Mühen und Plagen des Lebens ausmacht.

  2. ja ja, die bösen linken!
    klar ist das teils ein dreck hoch drei was da geschrieben wird.
    die äußerungen, ich will garnicht zu den rechten schauen, aus den reihen der cdu/csu und auch der spd sind aber auch nicht schlauer!
    man könnte meinen egal welches politische lager man befragt da sind überall nur noch blindfüchse oder schlimmer leute die politik machen!

  3. Dass die Politiker nun im Elfenbeinturm leben, dem kann ich nicht beistimmen. Ok, ich meine es wird immer wieder irgendwelche Ausnahmen geben. Aber ich muss auch sagen die Anzahl von Runden Tischen (so werden Runden genannt an denen alle beteiligten eines Problems sitzen, z.B. bei der Jugendgewaltproblematik würden eine Direktorin, Lehrerin, Politiker, ehemalige Straftäter und Richter an einem Tisch sitzen) sollte steigen, dann würde auch die Anzahl der “Elfenbeinturm-Politiker” sinken. Aber diese runden Tische gibt es halt und damit auch “nicht-Elfenbein-Politiker”. Mit den runden Tischen würde auch sicherlich ein Kommunikationsproblem gelöst werden und die ganze Sache demokratischer werden. Denn runden Tischen ist es eigentlich unmöglich einen Sündenbock auszumachen, denn versucht seine arbeit ordentlich zu machen, und es sind gleichzeitig alle Betroffenen anwesend. Aber ein Dialog mit Extremisten zu führen ist in der Tat mit deren Ideologie in der Realität nicht möglich.

  4. Der Verfasser sollte sich an die Nase fassen jedes Mal wenn er einen Satzpunkt setzt, um nicht noch mehr Unsinn zu schreiben.

    Die Gattung Mensch lebt anders als Primaten in Grossgruppen mit einer Besonderheit, sie multipliziert Lebensstile durch kulturelle Evolution. Dieser Prozess generiert mehr menschliche Diversität als die winzigen genetische Differenzen hätten erwarten lassen. Menschliche kulturelle Diversität ist vor dem Hintergrund von Kommunikations- und Informationsverarbeitungsmöglichkeiten zu sehen. Da die Fähigkeiten immer mehr zugenommen haben, ist auch eine immer stärkere kulturelle Diversität zu erwarten.

    Multikulturalismus ist ein uneinheitliches Set an staatlichen Praktiken. Die BRD war niemals des Multikulturalismus verdächtig gewesen. Die BRD war immer ein Staat des Aussitzens und der Ausgrenzung von Zuwanderern von der demokratischen Mitbestimmung. Die Probleme sind also erst durch ein Demokratie-Defizit entstanden.

    Der Staat ist keine Wertegemeinschaft, sondern ein Herrschaftsverhältnis. Die BRD ist ein liberaler Staat mit einem ungleichen Vertrag zwischen sich und den Bürgern. Er garantiert im Grundgesetz Menschenrechte, Bürgerliche Rechte und was einmalig in der Welt ist auch die Menschenwürde, d.h. das “Recht auf Rechte” oder “Recht auf ein gutes Leben”.

    Dieses Fundament wird von keinen religiösen theistischen Verband in Frage gestellt, ausser in der Fantasie des Verfassers. Die Gleichheit von Mann und Frau meint rechtliche Gleichstellung vor dem Gesetz, nicht Gleichmacherei in der Gesellschaft.

    Staaten sind besondere Herrschaftsorganisationen mit einer Polizei, Beamtenschaft, Armee und meistens einem Gesetzbuch. Staaten sind keine Bürgergemeinschaften. Wichtige Ausnahmen sind die Pariser Kommune und Räterepubliken, die direkte Demokratie vorführten. Die meiste Zeit sind Staaten aber keine Bürgergemeinschaften. Auch das ist eine Fantasie des Verfassers.

    Die Unkenntnis des Verfassers zeigt sich auchdarin, dass er den Multikulturalismus der “Linken” zuordnet. Wenn der Verfasser die Liberalen und die Kommutaristen zu den “Linken” zählt, dann mag das stimmen. Denn Multikulturalismus wird vor allem unter Liberalen und Kommutaristen debattiert. Auch die politischen Theorien stammen aus dieser Ecke. Politische Theorien der Linken kennen keinen Multikulturalismus.

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