Mit Web 2.0 die eigene Fitneß organisieren

[Trigami-Anzeige] Es mag für die meisten kein ideales Paar sein: Internet und Sport haben für gewöhnlich nicht viel gemeinsam – außer vielleicht, wenn man Onlinespiele als Denksport bezeichnen mag. Zu eingefahren ist das Bild des unsportlichen Web-Nerd, der Stunden vor dem PC sitzt ohne sich übermäßig zu bewegen. Doch muß dies nicht sein, wie das Portal Sportics.net zeigt.

Leistungskontrolle inklusive Web-Gemeinschaft

Kernfunktion und -Aufgabe von Sportics.net ist die Erfassung sportlicher Leistungsdaten des jeweiligen Nutzers. Er kann auf der Sportplattform in einem eigenen Account diverse Angaben von Dauer über Kalorienverbrauch bis hin zu Notizen festhalten. Auf diese Weise ergibt sich – zumindest wenn man diese Möglichkeit nicht nur digital sondern auch körperlich nutzt ;-) – nach und nach ein hervorragender Überblick über die sportliche Aktivität; eine Art Fitneßtagebuch also. Auf „herkömmliche“ Weise würde man diesen nicht erhalten; welcher Hobby-Sportler führt schon Tagebuch. Erkenntnis: Es ist erstaunlich, wie schnell „Fehler“ in der eigenen (sportlichen) Freizeitgestaltung so offenbart werden. Trainingsplanung wird so zum Kinderspiel.

Doch in bloßer Datenverwaltung erschöpft sich Sportics.net keineswegs. Die Betreiber haben zusätzlich Web-2.0-Elemente hinzugefügt. So kann jeder Nutzer frei entscheiden, ob er die gesammelten Daten komplett oder in Teilen nicht nur für sich selbst zusammenträgt, sondern auch Freunde, Kontakte oder gar die ganze Community teilhaben läßt. Das hat nicht nur einen vernetzenden Effekt. Viel spannender ist die Bildung von virtuellen Sportgruppen, die sich gegenseitig kontrollieren, Tips geben oder einfach nur dabei helfen, den eigenen Schweinehund zu überwinden.

Technische Schnittstellen und Realtime Telemetry

Grundsätzlich kann Sportics.net für jede Sportart verwendet werden. Sei es Schwimmen, Fußball oder Walking. Anhängern der Laufsportarten bietet die Plattform jedoch einen gewissen Zusatzbonbon: Sie können mittels Sportcomputern oder Pulsmesser ermittelte Daten direkt als Datei hoch laden und auf diese Weise ohne Aufwand fast automatisch die bereit gestellten Analysefunktionen nutzen.

Dies funktioniert entweder über diverse Trainingsgeräte, Ergometer oder via Handy.
Bei letzterem werden derzeit die Geräte iPhone, WIndows ME (ATHLIVE), Nokia N79, Nokia N85, Nokia N95 (weitere Nokias auf Rückfrage). Die Nokia Applikation wird als OpenSource zur Verfügung gestellt. Eine Android Version erhielt ihre Feuertaufe am 25.10.2009 auf dem Frankfurt Marathon und wird bis Ende 2009 verfügbar sein. Weiterhin werden Trainingsgeräte von Polar, Garmin, Suunto, Beurer, Ciclo, Concept2, Athlosoft unterstützt. Die Übertragung der Daten erfolgt dabei schnell und einfach über den sogenannten Smartagent.

Sport 2.0

Besonders die Unterstützung von Mobilfunkgeräten erlaubt eine echte Weltneuheit: Live-Beobachtung aktuell aktiver Sportler, sofern diese das zulassen. Noch während ein Läufer seine Runden im Stadion dreht, können seine Kontakte via Sportic.net verfolgen, wie seine Leistungen tatsächlich sind. Theoretisch lassen sich so über Hunderte oder gar Tausende Kilometer hinweg Wettkämpfe austragen.

Gerade aktive Sportler lassen sich jederzeit über einen Sportmonitor ausfindig machen. Dessen Kartenfunktion wurde übrigens aktuell am 25. Oktober gelaunched. Zugleich lassen sich ebenfalls seit diesem Datum sportliche Veranstaltungen mit dem Event Tracking beobachten.

Alles in allem vereint Sportics.net Sport mit Web 2.0 auf eine interessante und nebenbei sehr nützliche Weise. Gerade weil die Betreiber nicht müde sind, ständig neue Funktionen und Werkzeuge einzubauen, ist die Plattform mehr als Empfehlenswert – selbst wenn man vom Web 2.0 nicht all zu viel hält.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage