Jenaer Protest stößt nicht nur auf Gegenliebe

Man hört es in den Medien dieser Tag auf und ab: “Jenaer Terrorgruppe”, “Naziterror aus Jena” und so weiter. Schuld daran ist eine Gruppe von Nazis, die in den Neunzigern die ostthüringische Stadt Jena bewohnten, dort ihrem Gedankengut nach gingen. Das ist nunmehr über 10 Jahre her. Verständlich, dass sich Widerstand gegen eine Verurteilung als Nazi-Hochburg regt.

4500 Jenaer unterschreiben Petition

Einen Anfang machte das Jenaer Regionalportal Jenapolis. Mit einer Petition wollten die Betreiber ein Zeichen gegen das ZDF setzen. Dieses hatte in einer Sendung Jena als Nazi-Zone bezeichnet.

Es folgten diverse Blogbeiträge bei Ankelilli oder Sternegucken. Bei einem Konzert gegen Rechts zählten die Veranstalter 50.000 Besucher

Das ZDF bequemte sich darauf hin zurück nach Jena und entschuldigte sich…

…mehr oder weniger.

Spott über Jena

Interessanter Weise sehen nicht alle Menschen der deutschen Medienlandschaft es so wie Jenas Bürger. So sieht publikative.org Jena gerade wegen der Petition gegen das ZDF als braun angefärbt. Gut, der Artikel ist nicht der Beste und strotzt nur so vor Ressentiments und Vorurteilen – bedient sich also eben jener Methodik, die er vorgibt zu kritisieren. Dennoch zeigen auch die Kommentare, dass die Thematik Rechtsextremismus nach wie vor eine große Mauer zwischen Ost und West zieht.

Die Wut-Bürger-Bewegung zeigt sich hier gespalten. Keineswegs wird am selben Strang gezogen.

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