Intershop und die unendliche (Pleiten-) Geschichte

Das ist ja mal eine gute Nachricht – jedenfalls für Jena und die Freunde des eCommerce-Pioniers Intershop: Aufwärtstrend bei Intershop.

Allerdings ist zu recht zu bedenken, daß besonders die Web-2.0-Wirtschaft unaufhaltsam einer neuen Internetblase zustrebt:

Es sieht also nach einer Auferstehung im Mekka des eCommerce aus. Ob sich dieser Trend fortsetzt und inwieweit er Signalwirkung auch auf andere Bereiche der Internetwirtschaft haben wird, steht allerdings noch in den Sternen. Besonders das verdächtig wachsende Web-2.0 läßt erste böse Erinnerungen an vergangene Tage wach werden. Spätesten seit den Milliarden schweren Einkaufstouren Googles und anderer Brachenriesen der “neuen Zeit” ist klar, daß die Gefahr einer weiteren Internetblase über uns schwebt. Bleibt zu hoffen, daß bei deren Platzen nicht wieder Jena eine negative Erwähnung findet.

Wäre dies zugleich der Untergang des Web-2.0-Gedankens. Man wird sehen…

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

20 Gedanken zu „Intershop und die unendliche (Pleiten-) Geschichte“

  1. Ich sehe dem gelassen entgegen, heutzutage braucht es nicht viel um eine website zu betreiben, wenn man noch ein paar Programmierer skills aufweisen kann und grafisch nicht ganz unbedacht ist, kann man eine nützliche Anwendung problemlos online stellen. Ich denke das lediglich diejenigen Probleme bekommen werden, die entweder keinen Businessplan aufweisen und trotzdem auf allerlei Angestellte zurückgreifen oder diejenigen, die versuchen eine unnütze Idee zu hypen. Jemand der mit etwas nützlichem, neuartigem auf dem Markt erscheint und sein Projekt gut durchdacht hat, dürfte von einem möglichen Platze der Blase nicht betroffen sein.

  2. Die Blase 2.0, so es denn eine ist, wird sicherlich langsamer entlüftet werden als 2000. Ob aber Intershop so gut vom Aufschwung des Web 2.0 profitiert, das kann ich mir nicht vorstellen. Denn das was Intershop anbietet, ist nicht unbedingt die Lösung, die Web 2.0-Unternehmen heute benötigen. Ein richtig großer Player wird Intershop nicht mehr werden, fürchte ich.

  3. Ich würde nicht gleich wieder von der großen bösen Web 2.0 Blase reden, die tonnenweise Online Firmen in den Ruin stürzen wird.
    Ein Unternehmen ganz egal ob diese Ihre Geschäfte online abwickelt oder nicht muss immer damit rechnen das mal eine dürre Periode kommt und wenn man seine Idee und sein Produkt wirklich gut vermarket, einen ordentlichen Business-Plan erstellt hat und auch Ahnung von seinem Produkt hat, wird man kaum, falls es wieder eine Blase geben wird, davon betroffen sein.

  4. Open Source gewinnt immer mehr an Bedeutung auch für Firmen. Eine solche Entwicklung kostet einige 1000 Euro und selbst für Leihen sind die kostenlosen Alternativen leicht zu installieren und zu verwalten und mit den zahlreichen Plugins und Templates kann jeder seinen eigenen Shop ohne große Kosten aufziehen.

  5. Michael, da will ich dir gar nicht wiedersprechen. Aber Open Source hatte schon immer eine große Bedeutung nur in Zeiten wo Firmen sich mit schlechter Auftragslage und keine Möglichkeit große Investitionen zu tätigen, greifen viele Firmen natürlich zu einer kostenlose Variante, welcher teuren Shoplösungen in keinster Weise nachstehen.

  6. Da kann ich Markus nur zustimmen. Ich sehe das ganz genauso. Ich würde auch zu kostenlosen Variante tendieren…

  7. ich bin mir auch ziemlich sicher, dass der Trend zu open source hin geht – der Marktanteil ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und das wird meiner Meinung nach auch so weitergehen

  8. Ich denke, dass Microsoft in ein paar Jahren das Office Paket in dieser Form nicht mehr verkaufen wird können – aufgrund des immer größer werdenden Open Source Angebots.

  9. Ich denke auch, dass es immer noch möglich ist, dass Open Source sich auf Dauer durchsetzt. Den Entwicklern der Freeware gebührt ein herzlicher Dank!

  10. Open Source wird irgendwann mal eine starke beeinträchtigung der branche haben, hängen eben auch viele arbeitsplätze dran (mal von der anderen seite gesehen)

  11. Intershop scheint jedoch stetig zu wachsen – trotz zunehmender Open Source-Angebote. Offenbar braucht man sowohl das eine, als auch das andere. Allerdings bietet sie mittlerweile sogenannten Full-Service an – bis hin zu SEO.

  12. Ich bin auch der Meinung das sich der OpenSource Sektor weiter und weiter entwickelt und so auch nicht mehr aufzuhalten seinen wird.

  13. Open Source Software hat sicher eine Menge Vorteile für den der sie zu nutzen weiß. Gerade Anbieter von Online-Diensten können sich einen Vorteil durch Individualität verschaffen. Dies wird durch Anpassung von OSS möglich, aber mal ehrlich, wer nutzt das schon? Ein OSC- oder XTC-shop ist meist als solcher erkennbar. Unabhängig davon will manch ein Anbieter sich mit sowas auch nicht auseinandersetzen, sondern ein fertiges Produkt kaufen, für das jemand den reibungslosen Betrieb gewährleistet.

  14. Ich bin gespannt, wie sich Intershop entwickelt. Im letzten Jahr wurden doch auch wieder Gewinne gemacht. Vllt. steigen meine Aktien ja mal wieder (die ich nicht auf dem Höchststand gekauft habe) ;) LG

  15. Oh man Intershop, damit habe ich echt viel Geld verloren :-(.

    Was ich nicht verstehe, die haben doch echt große Kunden. Quelle oder Otto zum Beispiel sind doch große Kunden, dass die nicht schaffen mit den Referenzen und dem Know How in die schwarzen Zahlen zu kommen.

  16. Die waren sehr früh da, fast die ersten. Und dann haben sie es nicht gemerkt, dass ihr GF-Modell nicht funktioniert. Heute kann Mangento mehr und ist kostenlos. Die Welt dreht sich halt weiter.

  17. Naja bei den ganzen Venture Capital getriebenen Startups muss man sich schon fragen, wann denen die Luft ausgeht.

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