Höhere Reputation und gutes Ranking mit Video-Marketing und Linkbuilding

Vorträge auf der Internet World Messe 2013: Dr. Rainer Zugehör, Geschäftsführer und Gründer der MovingIMAGE24 GmbH, hielt einen Vortrag über Strategien im Video-Marketing. Andreas Armbruster, Gründer von Teliad und Seonative, referierte über Linkbuilding im allgemeinen und behandelte dabei natürlich auch Linkkauf.

YouTube eignet sich nur bedingt für Video-Marketing

Marketing mit Bewegtbildern ist ein alter Hut. Immerhin gibt es sie mindestens schon solange, wie es auch das Fernsehen gibt. Doch im Internet ist Video-Marketing zwar keine Neuheit, doch noch immer gibt es einiges dabei zu lernen. Dr. Rainer Zugehör sprach gleich zu Beginn seines Vortrages einen interessanten Fakt an: Nutzt man YouTube als Videoplattform, tritt man zugleich umfangreiche Rechte an seinen Videos ab. In den AGBs überträgt man dem Videoportal – und damit letztendlich Google – eine Lizenz zur weltweiten Vermarktung, Reproduktion und Vertrieb hochgeladener Videos. Das sind natürlich umfangreiche Rechte und sollten zum Nachdenken und Abwägen anregen.

Zudem hat YouTube laut Rainer Zugehör auch noch weitere Nachteile. So ist Fremdwerbung ein Problem. Gerade dann, wenn es sich um ein ähnliches oder gar Konkurrenzangebot handelt. Schnell geht dann der Werbeeffekt komplett verloren; man leitet plötzlich Besucher zu Wettbewerbern um. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass über Embedding Doppelter Content entsteht, der aus SEO-Sicht eher suboptimal wäre. Nicht zuletzt ist man im eigenen Webangebot darauf angewiesen, eigene Videos mittels des YouTube-Players einzubinden. Der aber enthält mehrere Wege, User vom Angebot weg hin zum Videoportal zu leiten.

Viel Besser sei ein eigenes Videoportal, über das man diverse Social-Media-Kanäle ansteuert. Auf diese Weise selbst gehostete Videos kann man via Facebook, Google+, Twitter und Co. in Eigenregie verbreiten. Dies ist auch in Hinblick auf Suchmaschinen-Marketing ein wichtiger Punkt. In Googles Suchergebnissen werden laut diverser Studien zuerst Bilder und Videos wahr genommen. Klickt nun ein Suchender darauf, wird er automatisch auf das eigene Webangebot geleitet – also dorthin, wohin er eigentlich soll. Via YouTube entfiele dieser Effekt.

Blogmarketing und Linkkauf

Unnatürliche Links, zu denen gekaufte angeblich gehören, werden von Google offiziell verteufelt. Entsprechend ist diese Art des Linkaufbaus eines der heißesten Themen der SEO-Branche. Portale wie Teliad offerieren dabei ganz offen entsprechende Angebote und nicht selten bekommen viele Blogger auch direkte Anfragen.

Grund für den Boom gekaufter Links ist laut Andreas Armbruster zum einen die zunehmend wachsende Fähigkeit Googles, “schlechte Links” zu erkennen. Also solche aus Linktausch, Linknetzwerken oder Linkfarmen (Blogs/Webseiten, die nur zum Zwecke des Linkaufbaus betrieben werden). Zum anderen lässt die Bereitschaft vieler Webseitenbetreiber und Blogger, ohne Gegenleistung auf Anfrage Links zu setzen, rapide nach. Man könnte auch sagen: Sie ist so gut wie gar nicht vorhanden. Gerade bei kommerziellen Projekten kann man sich jedoch nicht auf zufällige Verlinkung verlassen. Zu unberechenbar und vor allem selten tritt sie ein.

Lösung des Verlinkungsproblems schien lange Zeit der Gang in die Sozialen Netzwerke zu sein. Seitdem aber auch dort ohne finanziellen Einsatz nicht mehr viel erreicht werden kann, ist die Euphorie abgeflaut. Zwar sind auch zukünftig Social Links wichtige Signale für Suchmaschinen und “gerade Google+ ist trotz nur geringer Marketingreichweite ein Muss”, so Andreas Armbruster. Doch qualitativ hochwertige Empfehlungen aus Blogs könnten sie nicht ersetzen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Link-Mixes sind Blog-Kommentare (die jedoch oft nur mit rel=nofollow verlinken), Foren-/Communitylinks und hochwertige Presseportale. Bei letzteren sei zu beachten, dass Links auf den meisten kostenlosen Portalen keine Relevanz haben. Man sollte sich auf redaktionell gepflegte Presseportale konzentrieren. Schon hier setzt also meistens eine Kommerzialisierung des Linkaufbaus ein.

Möchte man eine Empfehlung in einem hochwertigen Blog erhalten, bleibt letztendlich nichts anderes übrig, als auf Linkkauf zu setzen. Dabei sollte man stets auf inhaltlich relevante und hochwertige Blogs setzen. Nur dann ist sicher gestellt, dass sowohl besseres Ranking als auch Reputations-Gewinn eintreten (Zum Thema Reputation ein Artikel von mir).
Die Gefahr, dass Google Linkauf entdeckt, schätzt Andreas Armbruster als sehr gering bis unmöglich ein. Es sei für die Suchmaschine so gut wie gar nicht herauszufinden, mit welcher Motivation ein Link gesetzt wurde.

Video-Marketing und Linkbuilding/-kauf in der Blogosphäre

Um Ihre Webseite und damit auch Ihr Unternehmen erfolgreich im Internet zu bewerben, sollten Sie verschiedene Arten des Videomarketings zum Einsatz bringen (webvisitenkarte.net). Video Marketing ist mehr als ein Trend und hat sich inzwischen zu einem der erfolgversprechenden Online Marketing Instrumente entwickelt (follow-me-blog.de). Als Marketer kannst Du dir trafficstarke Websites wie YouTube für Werbung, Backlinkstrategien, Imageaufbau etc. nutzen (denniskoray.de).

Auf der gerade in Seattle stattfindenden SMX Advanced hat sich Matt Cutts in einem Interview mit Danny Sullivan explizit zum Thema Linkkauf geäußert (seo-united.de). Mal im Ernst: Wenn Google wirklich jede Seite, die Linkkauf betreibt, abstrafen würde, würden 99 % der Top 10 aller attraktiven Keywords bereinigt werden oder kennen Sie irgendeinen Webmaster der zu einem Moneykeyword auf Platz 1, 2 oder 3 rankt und nicht irgendwann mal einen Link gekauft oder gemietet hat (selbstaendig-im-netz.de)? Hoch frequentierte Keywords bieten einem SEO keine Chance durch herkömmliche, kostenfreie Suchmaschinenoptimierung und normalen Linktausch die vorderen Positionen in den Suchergebnissen einzunehmen (projekt-seo.de).

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

4 Gedanken zu „Höhere Reputation und gutes Ranking mit Video-Marketing und Linkbuilding“

  1. Ohne gekaufte Links ist es bei hoch umkämpften Keywords sehr schwer. Aber ich glaube schon, das Google mehr erkennt als wir für möglich halten.

  2. Das Thema “paid links – ja oder nein” ist ja nicht ganz neu.
    Im Linkbuilding-Bereich sind heute sicher die Anforderungen ganz andere, als noch vor 2-3 Jahren.

    Letztendlich muss man einfach konstatieren, dass ein über teliad gekaufter Blogartikel oder Link einfach weniger Zeit & Geld kostet, als jemanden inhouse mit kreativen Linkbait-Ideen und Blogmarketing-Budget machen zu lassen, zumal das in manchen Branchen extrem schwer ist.

  3. Ja, gerade in rein kommerziellen Themenfeldern wird es wohl keinen Blogger geben, der “einfach so” verlinkt. Auch Linktausch-Anfragen in diesem Bereichen werden meistens ignoriert – ich spreche da aus Erfahrung ;-)

    Gerade beim Blog-Marketing (also bezahlte Beiträge) dürfte einerseits die Erkennungsrate seitens Google gegen Null tendieren und andererseits stellt sich stets die Frage: Warum sollte ein themenrelevanter Link aus einem entsprechenden Blog-Artikel nur deshalb verwerflich sein, weil er bezahlt wurde? Dem Algo der Suchmaschinen wird nichts vorgetäuscht, es wird keine extreme Linkpower wie bei Startseitenlinks verkauft (was durchaus problematisch sein könnte) und wenn der Artikel gut geschrieben ist, bietet er auch Mehrwert für Besucher.

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