Freiheit – Der ewige Kampf

Erkämpft durch Millionen, bezahlt mit tausenden Opfern, bewahrt mit großer Mühe. So sehr die Freiheit dem menschlichen Wesen entspricht, sosehr mußten und müssen die Völker für deren Erlangung kämpfen. Paradoxerweise liegt es ebenso im Wesen des Menschen, jene Freiheit seinen Artgenossen vorzuenthalten – zum eigenen Vorteil. Dabei hat die Geschichte gezeigt, daß nachhaltiger Erfolg eines Volkes nur dann entsteht, wenn dessen Mitglieder wirklich frei sind.
Was aber ist Freiheit? Obwohl sie doch der Inbegriff heutigen politischen Denkens ist – besonders im Liberalismus – kann man sie nur schwer verorten.

Meinungsfreiheit

Zu sagen und zu denken was man will ist in vielen Verfassungen des Erdenballs festgeschrieben. Doch Papier gilt als geduldig. Entsprechend wenig wird diese Freiheit tatsächlich gewährt. Besonders in Deutschland gibt es eine breite Palette von Tabuthemen, deren Ansprache schnell ins Abseits führen kann. Aus Angst vor der Vergangenheit wird hier eines der wichtigsten Güter preisgegeben. Eine Minderheit gibt der Mehrheit vor, wie sie zu denken und was sie zu sagen hat.

Freizügigkeit

Einst gehörte das Land, der Grund und Boden, der Gemeinschaft. Dem einzelnen wurden kleine Flächen lediglich zur Bewirtschaftung überlassen. Daraus erwuchs im Laufe der Zeit Eigentum.
Die alten Rechte aller auf das Land, auf dem sie seit Generationen leben, ist deshalb jedoch nicht erloschen. Jedem Bürger muß die Möglichkeit gegeben werden, sich ungestört von gesetzlichen oder materiellen Schranken auf diesem zu bewegen. Natürlich ist die Privatsphäre des einzelnen, entstehend aus Eigentum, ebenso wichtig. Doch wie groß muß diese sein?

Handlungsfreiheit

Fürwahr ein weitreichender Begriff. Zu tun und zu lassen, was die Rechte anderer nicht verletzt. In einem Staatswesen kann dieser Urtyp von Freiheit nicht immer voll umgesetzt werden. Die Folge wäre schnell Anarchie. Deshalb bedarf es einer gerechten Abwägung der Interessen. Leider neigen die modernen Staaten zunehmend zur Unfreiheit, zur Fesselung des einzelnen mit Gesetzen und anderen Regeln. Diese gilt es aufzusprengen. Denn der Mensch darf sich nicht zum Sklaven seiner eigenen Gesellschaftsordnung machen. Dies wäre das Ende von Freiheit.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

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