Einfluss der Medien – Im Nexus der Mediendemokratie

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Mediendemokratie bedeutet auf den Punkt gebracht, dass politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungen von Medien beeinflusst werden. Diffus wissen viele in Deutschland und Europa um diesen Zustand. Doch wie kommt es letztendlich zu dieser Beeinflussung? Ist sie ein willkommenes Korrektiv zur Parteienoligarchie? Oder gibt es auch Dinge, die auf den Prüfstand gehören? Diese und andere Fragen sollen in einer Artikel-Serie beantwortet werden. Heute: Eine kurze Einleitung zum Thema.

Das Wesen der Demokratie

Um die Rolle der Medien im politischen oder (markt-)wirtschaftlichen Entscheidungsprozess unserer Zeit zu verstehen, ist es notwendig, das Wesen der modernen Demokratie zu kennen. Demokratie ist die Beteiligung des Bürgers am politischen Betrieb; nicht nur informell sondern auch mittels direkter Kontroll- bzw. Eingriffsmöglichkeiten. Instrumente sind hier Wahl der Abgeordneten in das Parlament, Volksbegehren- und entscheide, aber auch der moralische Druck auf jene Machtinhaber, die sich nach wie vor dem republikanischen Gedanken des Allgemeinwillens verbunden fühlen. Es geht also um die Frage, inwieweit Politik mit der Meinung des Bürgers übereinstimmt.

Vom Grad der politischen Unterstützung aus dem Volk heraus hängt der Legitimationsgrad politischer Entscheidungen ab. Inwiefern dieser praktische Beachtung findet, ist in einem repräsentativen System mit zunehmender Herausbildung einer politischen Klasse eher divergent. Dennoch sind Parlament und Regierung zumindest in Intervallen vom allgemeinen Willen abhängig, ja geradezu ihm ausgeliefert. Es wird dabei nicht nur die personelle Zusammensetzung etwa des Bundestages bestimmt. Besonders auf Grund der ideologisch und politisch so differenzierten deutschen Parteienlandschaft geht es auch um die Richtung zukünftiger Entscheidungen.

Wer bildet die Öffentliche Meinung?

Daraus kann gefolgert werden, dass, wer Einfluss auf die Meinung des Volkes nehmen kann, potentiell auch die Richtung von Politik bestimmt. Bedenkt man des Weiteren die Abhängigkeit des seine Meinung bildenden Bürgers von Informationen, sind es schnell die Medien, sprich Presse, Fernsehen und zunehmend diverse Internetmedien, welche als Informationsquelle der Masse eventuell auch die öffentliche Meinung bestimmen könnten.

Ob die Bürger bei ihrer Meinungsfindung wirklich frei und unbeeinflusst agieren können, hängt davon ab, ob Medieninhalte objektiv-neutral oder subjektiv verfasst sind. Findet eine bewusste oder unbewusste Einfärbung oder gar Veränderung der Wirklichkeit statt? Wenn ja, wie stark ist die Aufnahmebereitschaft des Nutzers bezüglich der Abweichungen ausgeprägt; welche Auswirkung hat dies auf die spezielle politische Unterstützung des Bürgers? Fragen, die den Kern der Mediendemokratie ausmachen und zugleich über Wohl und Wehe der Demokratie an sich entscheiden.

Weiterführende Weblinks

Das Thema Medieneinfluss auf die Demokratie wird durchaus kontrovers diskutiert. Je nach dem, auf welcher Seite man steht, hat man die eine oder andere Meinung. Teilweise sind die “Lager” sogar untereinander zerstritten – wie man am Konflikt “alte” Presse vs. Bürgerjournalismus (Blogs u.d.g.) sehen kann.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

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