Einbürgerungstest

Geht man vom Bild des Staatsbürgers aus, ist der Einwanderungstest ansich nicht verkehrt. Weniger als Verhinderungsinstrument. Vielmehr dient er dem Zweck, aus Migranten Bürger des jeweiligen Staates zu formen.

Was man am derzeitigen Test kritisieren muß, ist seine Oberflächlichkeit. Es genügt z.B. nicht, nach drei deutschen Philosophen zu fragen. Anzuhängen wäre eine Abhandlung über zumindest einen dieser Philosophen.

Das Argument, selbst viele “Einbeborene” würden die Fragen nicht beantworten können, kann hier nicht gelten. Als Einzubürgernder muß ein Antragsteller eben in Vorleistung gehen. Sicher, besteht er den Test, ist er wohl regelmäßig der “bessere” Staatsbürger. Aber das ist eher positiv zu bewerten, hebt es doch das gesamtgesellschaftliche Niveau.
Zu fordern, die Fragen einfacher zu machen, ist typisch für die Denkschemata der linken Parteien. Statt Deutschland vorran zu bringen, wird unser Land durch Gleichschaltung und Vereinheitlichung auf niedrigem Niveau in einer teuflischen Abnwärtsspirale gehalten.

3 Kommentare



  1. KD sagt:

    Warum wird die Frage, ob jemand eingebürgert werden kann, an Dingen festgemacht, die man wie im Unterricht abfragen kann? Auswendiglernen für die Einbürgerung statt wirklicher Auseinandersetzung mit Werten und Anschauungen!
    Eine ABHANDLUNG über mindenstens einen dieser Philosophen? Na, ich hab enen Magister in Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaften und möchte das so aus dem Stegreif nicht machen müssen! Nä, Einbürgerungsabitur muss ja nun nicht sein.

  2. TC Stahl sagt:

    Ich bin in dieser Sache gespalten:

    Einerseits kann man durchaus von einem Einzubürgernden (nicht Einwanderer!) verlangen, daß er sich überdurchschnittlich mit seinem neuen Staat beschäftigt hat. Natürlich dürfte man bei Befragungen auf der Straße ein recht schlechtes Ergebnis erhalten. Doch sollte man den Maßstab nicht unten ansetzen, nur weil viele “Altbürger” es nicht besser können.

    Andererseits muß ich KD Recht geben. Mit einem solchen Test lassen sich die wirklich wichtigen Dinge – Werte und Anschauung – nicht erfahren. Ich bevorzuge deshalb ein ähnliches System wie es in einigen Kantonen der Schweiz besteht: Alle Bürger aus der räumlichen Nähe zum Einzubürgernden stimmen über die Einbürgerung ab. Allerdings sollte man dies eher negativ handhaben, also den Vorgang stoppen, wenn eine bestimmte Anzahl an Gegenstimmen eingeht (d.i. Volksveto). Sonst kommt es aufgrund der Demokratiefaulheit einiger Mitbürger niemehr zu Einbürgerungen ;-)

  3. Schau mal diese amüsante Kurzfilm Satire zum Einbürgerungstest, wie grotesk so ein Verfahren sein kann. Einbürgerungstest

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