BND-Affäre: Die CDU braucht jetzt unser Mitgefühl

Monaten berichtete tiuz.de über Verbindungen zwischen NSA und BND, die sogar ins Private hineinreichen.

Eigentlich dachten ja viele, nach dem Abflauen der NSA-Affäre rund um Edward Snowden sei das Thema Geheimdienste langsam mal Geschichte. Ein Ronald Pofalla, einst Kanzleramtschef und CDU-Funktionär, beendete das ganze dann auch mit klaren Worten. Doch leider hat der Spiegel wohl etwas dagegen und legte einen Skandal offen, der seines gleichen sucht: Der BND hat den USA Hilfe beim Ausspionieren deutscher Unternehmen geleistet. Und das unter klarer CDU-Regierungsverantwortung. Denn dieser Umstand soll der Bundesregierung schon 2008 bekannt geworden sein.

Schon vor Monaten berichtete tiuz.de über Verbindungen zwischen NSA und BND, die sogar ins Private hineinreichen.

Panik in der CDU

Entsprechend groß dürfte nun die Panik innerhalb der CDU sein. Die Partei, die sich noch am ehesten für die Belange der Unternehmen einsetzt, hat geduldet, dass ihre Hauptklientel ausspioniert wurde. Nein, nicht nur geduldet, der BND hat es aktiv unterstützt. Ginge es in dieser Demokratie mit rechten Dingen zu, müsste das bei der nächsten Wahl mit einem einstelligen Wahlergebnis quittiert werden. Die FDP jedenfalls wurde für weitaus geringeres vom Wähler abgeschossen.

Nicht wenige in der CDU werden nun von Angst geplagt. Werden Anklagen wegen Landesverrat angestrengt? Kommt das gesamte Kabinett ins Gefängnis? Muss Merkel ihre Neujahrsansprache bald hinter Gitterstäben halten? Nicht auszudenken! Immerhin würde das die Aufmerksamkeit der Bürger vom heiligen Fruchtbarkeitssymbol, das Merkel mit ihren Händen zu bilden pflegt, ablenken.

Grund für uns alle, Mitgefühl für die CDU zu zeigen. Zumindest die über 40% Wähler, die der Partei ihre Stimme gaben, sollten nun in sich gehen und erkennen, wie sie ihren Herren … pardon, Volksvertreter in größter Not unterstützen können. So könnte man vagabundierenden Abgeordneten Asyl in den Eigenen vier Wänden bieten. Vorbild sollte hier Russland sein, das sogar einem Edward Snowden, in den USA Landesverräter Nr.1, Unterschlupf bietet. Aber auch Sammelaktionen für verarmte Politiker sind angebracht. Menschen, denen es ähnlich erging, könnten informelle Hilfe anbieten. Ein Westerwelle beispielsweise hat sicher die eine oder andere Telefonnummer guter Therapeuten.

Aber auch wir anderen, die wir der CDU bisher den Rücken kehrten, sind gefordert. Denn niemand geringeres als unser aller Mutter (der Nation) steht im Kreuzfeuer. In der NSA-Affäre stand sie stets vor ihrem Land. Hat die USA in ihrem Treiben so weit wie möglich eingebremst. Nun aber soll sie plötzlich Schuldige sein? Vielleicht sollten wir bei Putin anfragen, ob er ihr Asyl gewährt. Das wäre ein wahrhaft mitfühlende Geste.

Veröffentlicht von

Thomas C. Stahl

Herausgeber von tiuz.de. Motto: Die einzige legitime Politik in einer Demokratie ist die des Volkes! Homepage

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